Katastrophenschutz

Fahrzeugübergabe Katastrophenschutz

Arbeiter-Samariter-Bund und Deutsches Rotes Kreuz erhalten Katastrophenschutzfahrzeuge der Stadt Mönchengladbach

Mit Runderlass des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen (IM NRW) wurden die kreisfreien Städte aufgefordert, das Katastrophenschutz-Konzept „Patiententransport-Zug 10 NRW (PT-Z 10 NRW)“ in die örtlichen und überörtlichen Planungen umzusetzen. Ein Massenanfall an verletzten oder erkrankten Personen führt regelmäßig dazu, dass die im Rahmen des Rettungsdienstes vorgehaltenen Krankenkraftwagen nicht ausreichen, obwohl deren Zahl regelkonform geplant wurde. Daraus ergibt sich eine Situation, bei der es notwendig wird, über die überörtliche Hilfe des Rettungsdienstes hinaus, aus anderen Gebietskörperschaften geordnet und strukturiert, geeignete Rettungsmittel heranzuführen. Zu diesem Zweck ist der PT-Z 10 NRW konzipiert worden.

Dessen grundsätzliche Aufgabe ist es, die erforderlichen Transportkapazitäten für 10 Patienten mit unterschiedlicher Verletzungsschwere bereit zu stellen. Der PT-Z 10 NRW besteht aus einem Einsatzleitwagen (ELW1) oder einem Kommandowagen (KdoW), zwei Rettungswagen mit Notarzt (Notarztwagen), zwei Rettungswagen ohne Notarzt und vier Krankentransportwagen. Er wird durch die örtliche Feuerwehr geführt. Damit im Anforderungsfall der öffentliche Rettungsdienst nicht beeinträchtigt wird, ist der PT-Z 10 NRW so aufzustellen, dass das eingeplante Personal und die vorgesehenen Fahrzeuge und Rettungsmittel nicht aus dem Potenzial des Rettungsdienstes gestellt werden.

Diese Forderung bedingt die Vorhaltung weiterer Rettungswagen, welche zusätzlich zum Regelrettungsdienst einschließlich der im Rettungsdienstbedarfsplan beschriebenen Ressourcen für die Abdeckung des Ergänzungs- und Sonderbedarfes vorgehalten werden müssen. Der benötigte Einsatzleitwagen (ELW1) oder Kommandowagen (KdoW) wird aus der Vorhaltung der Feuerwehr gestellt; die Gestellung der Krankentransportwagen erfolgt über die nach § 13 RettG NRW vertraglich eingebundenen Auftragnehmer im Krankentransport.

Die erlasskonforme Umsetzung des Katastrophenschutzkonzeptes erfolgt in der Stadt Mönchengladbach durch Zuordnung von vier, im Regelrettungsdienst abgeschriebenen, aber für den gelegentlichen Einsatz im Katastrophenschutz noch geeigneten Rettungswagen. Die Vorhaltung, qualifizierte Besetzung und der funktionale Einsatz (30 Minuten nach der Alarmierung) der Rettungswagen für den Katastrophenschutz (KatS-RTW) wird durch die im Katastrophenschutz der Stadt Mönchengladbach mitwirkenden Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund e.V. (ASB), Deutsches Rotes Kreuz e. V. (DRK), Malteser Hilfsdienst e.V. (MHD) und Johanniter- Unfall-Hilfe e.V. (JUH) sichergestellt. Im Rahmen einer Überlassungsvereinbarung werden die erwarteten Kriterien, die Verwendungsmöglichkeiten und die Kosten zwischen der Stadt Mönchengladbach als untere Katastrophenschutzbehörde und der übernehmenden Hilfsorganisation geregelt.

Durch die landesweite Standardisierung der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr in NRW können nachbarschaftliche bzw. landesweit verfügbare Ressourcen zukünftig gezielter und effektiver in die eigene Gefahrenabwehr eingebunden werden. Im Übrigen ist die Entsendung eigener Komponenten im Rahmen der überörtlichen Hilfe zukünftig für die Dauer der Entsendung ohne Beeinträchtigung der eigenen örtlichen Gefahrenabwehr möglich. Die ersten beiden KatS-RTW wurden am 2. Februar 2011 durch den zuständigen Beigeordneten Peter Holzenleuchter an die Vertreter von ASB und DRK übergeben.

Presse-Information der Feuerwehr Mönchengladbach vom 02.02.2011
 
 
RTW für den Patiententransportzug 10 - NRW MG
RTW
MG-216
ASB
20-83-01
Daten / Fotos
RTW
MG-213
DRK
22-83-01
Daten / Fotos
RTW
MG-212
JUH
23-83-01
Daten / Fotos
RTW
MG-233
MHD
24-83-01
Daten / Fotos

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 12.05.2012