ÜBUNG

Katastrophenschutzübung - Bewältigung eines Chemieunfalls

Am Samstag, den 15.09.2007 fand eine interkommunale Großübung im Stadtgebiet von Mönchengladbach statt.
 

ÜBUNGSLAGE:

Durch die Freisetzung einer giftigen und brennbaren Flüssigkeit kommt es zum Brand in einem chemischen Betrieb. Freigesetzte Brand- und Zersetzungsprodukte führen zu einer erheblichen Rauch- und Geruchsbelästigung im nördlichen Stadtgebiet.

Es kommt bei Umfüllarbeiten an einem LKW-Anhänger zu einem folgenschweren Unfall. Durch eine Leckage tritt eine brennbare und giftige Flüssigkeit aus, die sich im weiteren Verlauf der Übung entzündet und einen Folgebrand verursacht. Es entsteht eine erhebliche Rauchbelästigung.

Arbeiten innerhalb des chemischen Betriebes

Das Ziel dieser Einsatzübung ist neben der Bekämpfung des Brandes gleichzeitig das Abdichten der Leckage an dem LKW-Anhänger. Für die Brandbekämpfung kommen Feuerwehrmannanwärter der Freiwilligen Feuerwehr zum Einsatz. Die Sondereinsatzgruppe Gefahrgut (früher: ABC-Zug) der Feuerwehr Mönchengladbach ist für das Abdichten der Leckage und ggf. für das Aufnehmen ausgetretener Flüssigkeit zuständig. Hier kommen im Gefährdungsbereich Atemschutzgeräte, Chemieschutzanzüge (gas- und flüssigkeitsdicht) und weiteres Spezialgerät zum Einsatz.

Für das fachgerechte Ablegen und Reinigen (Dekontamination) ist eine speziell ausgebildete Gruppe verantwortlich.
           
   
           
           
   
           
Arbeiten ausserhalb des chemischen Betriebes

Die Einsatzkräfte werden zu mehreren Geruchs- und Rauchbelästigungen im nördlichen Stadtgebiet alarmiert.
Die Zusammenarbeit von Messfahrzeugen des Zivilschutzes aus Krefeld, Viersen, Düsseldorf und Mönchengladbach unter der Führung einer gemeinsamen Einsatzleitung wird anhand dieser Übungslage erprobt. Die Messfahrzeuge des Zivilschutzes verfügen über geeignete Messtechnik um eine eventuelle Gefährdung der Bevölkerung vor Ort festzustellen. Die Stadt Mönchengladbach hat eines dieser Fahrzeuge durch die zuständigen Bundesbehörden zur Verfügung gestellt bekommen. Das Messfahrzeug soll schwerpunktmäßig bei chemischen und radiologischen Lagen eingesetzt werden, z.B. um Belastungen festzustellen, belastete Gebiete einzugrenzen und diese zu kennzeichnen. Die Fahrzeugbesatzungen trainieren hierbei den Umgang mit den vorhandenen Messgeräten, die Aufnahme von Wetterdaten und die Entnahme von Boden- oder Wasserproben. Es werden bei der Übung fünf Messfahrzeuge gleichzeitig eingesetzt, um die große Fläche zeitnah überprüfen zu können.

Unterstützung an den Messpunkten, Übergabe der Proben

   
 

Anfahrt und Messung des Fahrzeuges aus Krefeld

           
           
Einsatzleitung

Die Koordination der Messfahrzeuge, das Führen einer Lageübersicht und die zentrale Dokumentation der festgestellten Messergebnisse ist die Aufgabe der Einsatzabschnittsleitung „Schadstoffmessung“.

           
Information der anwesenden Presse  
           
   
Ausserhalb der eigentlichen Übung, Aufnahme eines biologischen Stoffes (Pulver)
           
           
   

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 02.01.2011